Tarasoles Sandalen

Barfuß gehen Teil 2

Wie versprochen möchte ich jetzt hier über meine Erfahrungen mit meinen neuen Minimalsandalen (Tarasoles oder Huaraches) berichten.

Ich laufe ja wirklich sehr gerne und viel barfuß. Aber ab und an benötige ich doch je nach Untergrund einen Schutz. Mit meinen Vorstellungen nach leichten, weichen, flachen, breiten, bequemen und gut am Fuß haltenden Sandalen bin ich in gängigen Schuhläden leider nicht fündig geworden. Es gibt zwar Unmengen von Flip Flops, die auch teilweise echt hübsch aussehen, aber entweder diese dicken Gummisohlen oder eine steife und für mich viel zu schmale Ledersohle haben.

So habe ich mich durch das Internet gequält, bis ich bei den Tarasoles hängen geblieben bin. Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich diese nicht lieber selber herstelle, denn auch dafür gibt es Anleitungen. Als ich aber das Material, die Arbeitszeit usw. zusammen rechnete, habe ich mich dazu entschlossen, sie doch lieber zu bestellen, damit sie auch „schön“ aussehen 😉 .

Für die Bestellung benötigst Du einen Fußumriss von Dir. Den kannst Du dann mit Deiner Farbwunschangabe für Decksohle und Schnürung, sowie der Wunschdicke Deiner Sohlen per Mail einsenden.

Ich habe mir 4mm Vibram Sohlen, mit einer Deckschicht aus recycelten, schadstoffgeprüften Walnusschalen und braune Bänder bestellt.

 

Schon nach ein paar Tagen kamen dann die Sandalen in einem großen Umschlag in meinen Briefkasten geflogen.

Wow, nun war ich echt gespannt.

Post von Sabine Schumacher

hangefertigte Tarasoles

 

Kreuzschnürung Sandalen

Mit liebevoll geschriebenen kleinen Grußkärtchen kamen meine massgeschneiderten und fertig geschnürten Tarasoles aus dem Umschlag. Natürlich habe ich sie sofort anprobiert und … ab in den Wald.

 

Huaraches Sandalen mit braunen Schnüren

 

Die Sandalen hielten gut am Fuß und die weiche, dünne Sohle empfand ich super angenehm. Ich spürte trotzdem noch jede Unebenheit, war aber gegen spitze Steinchen usw. geschützt. Meine Füße hatten Bewegungsfreiheit, wurden nirgends eingeengt und bekamen Luft.

Reibung durch Kreuzschnürung

 

Leider haben die braunen, für mich doch recht steifen Schnüre, mir aber nach ca. einer ¾ Stunde Gehzeit oberhalb der großen Zehen eine Blase beschert.

 

 

 

 

Doch Dank der flexiblen Schnürung habe ich die Bänderführung einfach anders gelegt, sodass ich den Heimweg ohne weitere Blasen fortführen konnte:

Tarasoles mit anderer Bindetechnik

Zuhause habe ich mich gleich daran gemacht, mir andere, weichere und breitere Schnüre einzufädeln. Verschieden Variationen habe ich ausprobiert:

Einpunktschnürung  top bequeme Sandalen breitere Schnüre an Sandalen

 

 

 

 

 

 

Die Kreuzschnürung (die zwei unteren Bilder) hat wieder gesiegt, da dabei die Sohle am besten am Fuß gehalten wird und mir ein sicheres Laufen garantiert.

Mit diesen weichen, breiten Bändern habe ich seither auch keinerelei Reibungs- oder Druckschwierigkeiten mehr. Jetzt sind die Tarasoles wunderbar angenehm, auch über Stunden zu tragen. Ich liebe sie!

Da ich aber auch vor hatte eine längere Wanderung von mehreren Tagen zu machen, wollte ich noch Sandalen, die eine etwas dickere und griffigere Sohle hatten, damit auch steinige, steile und rutschige Berghänge ohne Probleme zu meistern sind.  Auch dafür bietet Sabine Schumacher in ihrer Tarasoles-Manufaktur „Bergmodelle“ an und so habe ich mir ein zweites Paar bestellt. Wieder nach Maß angefertigt und innerhalb weniger Tage im Briefkasten:

neue Bergtarasoles

dickere Vibramsohle

 

 

 

 

 

 

 

Diesmal eine 6mm Vibram Sohle mit einer 3mm „Airo-Sorb“ Zwischenschicht und die Oberschicht wieder aus Walnussschalen, diesmal allerdings in schwarz.

 

Hier Vergleichfotos zwischen den „dünnen“ und „dickeren“ Tarasoles:

4mm Sohle Vibram

Sohle aus 6mm Vibram

 

 

 

 

 

 

Sandale einrollen

kleine zusammen

 

 

 

 

 

 

weiche Vibramsohle

Vibramsohle 6mm

 

 

 

 

 

 

Dicke und dünne Sohlen Tarasoles

 

Meine Erfahrung mit dem dickeren „Bergmodell“ bei meiner 6-Tages Wanderung:

endlich frei

Barfuß-Sandalen

Weg mit Wurzeln

Die Sandalen hielten gut am Fuß und passten sich wunderbar an den Untergrund an, egal ob Steine oder Wurzeln:

Tarasoles Sandalen

biegsame Sohle

 

Als ich gerade den Eingang einer Schlucht passieren wollte, kam mir eine Dame mit schweren Bergstiefeln entgegen und meinte, dass ich mit diesen Schuhen nicht die Schlucht runter gehen könne, das sei viel zu gefährlich. Der Weg sei sehr steil und rutschig… ich bedankte mich freundlich und sagte, das wäre schon okay, wenn es nicht geht, könne ich ja meine Sandalen ausziehen 😮 …

Ich fühlte mich sehr, sehr sicher und kam kein einziges Mal ins Rutschen mit den Tarasoles.

Als es aber zu matschig wurde und der Matsch zwischen Sandalen und meinen Fuß quoll wurde es mir unangenehm und ich ging einfach ohne Schuhe weiter 🙂 .

matschige Füße

Fazit: bis jetzt habe ich kein so leichtes und bequemes Schuhmodell kennen gelernt wie die Tarasoles  – oder auch Huaraches Sandalen genannt. Ich kann sie jedem, der einen leichten, aber sicher am Fuß haltenden Schutz sucht nur empfehlen.

Hier kannst du sie bestellen: zu den Tarasoles

Was benutzt Du für Minimal-Sandalen? Schreibe mir doch Deine Erfahrungen!

Hier kommst Du zum ersten Bericht: Barfuß gehen Teil 1

Du möchtest lieber ein Video dazu sehen? Dann klicke hier: Barfußsandalen/Tarasoles/Huaraches

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