Barfuß gehen Teil 1

Bei diesem schönen, warmen Wetter lässt sich dies noch besser umsetzen:

Das Barfuß gehen.

 

Was für eine Wohltat: Schuhe und Strümpfe abstreifen und das Gras, die Erde, das Wasser, die Steine an den Fußsohlen zu spüren. Ein herrliches Gefühl – ich liebe es.

Und es tut sooooooooooooooooooooooo gut.

Zuhause gehe ich inzwischen nur barfuß, sowohl im Haus, als auch im Garten. Unterwegs je nach Situation. Ich muss zugeben, dass ich (noch) oft Hemmungen habe, in der Öffentlichkeit einfach meine Schuhe auszuziehen und barfuß zu gehen. Schade eigentlich, denn es gibt ein ganz anderes Lauf – und Lebensgefühl.

 

Nach einem längeren Barfußmarsch fühle ich mich entspannt und vor allem an den Füßen wunderbar durchblutet. Das hält dann auch immer noch recht lange an.

Seitdem ich vermehrt barfuß und auch im Ballengang gehe, habe ich auch das Gefühl nicht mehr so Probleme mit kalten Füßen zu haben – selbst im Winter.

 

Barfuß – und im Ballengang gehen ist eigentlich das Natürlichste und die uns angeborene Gehweise  – wir haben es nur verlernt, bzw. es wurde uns von klein an abtrainiert. Beobachtet man ein kleines Kind, das gerade die ersten Gehversuch wagt, geht es automatisch (da es ja auch natürlich ist) im Ballengang und zwar so lange, bis man ihm feste Schuhe mit harter, unflexibler Sohle anzieht.

 

Dann geht das mit dem Ballengang nicht mehr und es muss umlernen, bis es irgendwann im Fersengang geht.  Und so geht inzwischen ja eigentlich jeder Erwachsene im Fersengang  – und es wird als „normal“ angesehen.

 

Ist es aber nicht! Es ist in unserem Kulturkreis zwar die „Norm“ – aber von unserem Körperbau her nicht vorgesehen und  nicht unsere eigentlich angeborene Gangart.

 

Dass wir mit diesem Abtrainieren vom Ballen – zum Fersengang nicht nur unsere Füße schädigen, sondern dies auch Auswirkungen auf unseren ganzen Körper hat, wird von den meisten Menschen gar nicht wahr genommen. Die Erschütterungen beim Fersengang, also das Abrollen von der Ferse bis zum Vorfuß, ist aber wirklich sehr ungesund und kann Beschwerden wie Gelenkserkrankungen, Bandscheibenvorfälle über Lernschwächen bis hin zu Atemwegbeschwerden und Allergien begünstigen.

 

Selbst Ärzte und Orthopäden wissen dies oft nicht und bezeichnen auftretende Beschwerden oft achselzuckend als „altersbedingte Abnutzungserscheinungen“.

Fuß im Gras

Hier mal nur ein paar mögliche positive Auswirkungen vom

Barfuß – und Ballenganggehen:

 

  • wirkt beruhigend und entspannend
  • Wirbelsäulenmuskulatur wird gekräftigt
  • verbessert die Körperhaltung
  • baut Stress ab
  • lässt die Harnsäurewerte sinken
  • verbessert die Durchblutung und beschleunigt dadurch den Stoffwechsel
  • lindert Kopfschmerzen und Muskelverspannungen
  • hilft bei chronischen Schmerzen
  • steigert die Leistung von Herz und Lunge
  • verbessert den Schlaf

 

Aber man sollte auch vorsichtig sein, Barfußgehen heißt nicht einfach Socken und Schuhe auszuziehen und ohne „Fußbekleidung“ zu gehen und weiterhin über die Ferse abzurollen.

 

Barfußgehen ist ein anderes Gehen, ein anderes Aufsetzen des Fußes auf den Vor – und Mittelfuß, dem sogenannten Ballengang. Es wird eben nicht mit der Ferse zuerst aufgesetzt. Dieses „neue“ gehen muss erst erlernt und trainiert werden.

 

Und bitte nicht von jetzt auf nachher komplett vom Fersengang zum Barfuß- bzw. Ballengang umstellen.

 

Die Belastung von Muskeln, Sehnen und Bändern sind eine ganz andere und können bei einer zu schnellen Umstellung zu Überlastungserscheinungen, wie Sehnenreizung oder Sehnenscheidenentzündung führen. Um dies zu vermeiden gilt es bedacht und langsam mit kurzen (wirklich kurzen!) Strecken anzufangen und erst über viele Wochen hin die Länge der Strecken zu steigern.

 

Vor lauter Euphorismus ist man schnell dazu geneigt den Füßen und somit auch dem ganzen Körper zu viel zuzumuten – und schon hat man wegen Überanspruchung eine Sehnenscheidenentzündung und muss wieder längere Zeit pausieren.

 

Also bitte die Euphorie des Barfuß – und Ballenganggehens genießen, aber nicht überanspruchen!

 

Es ist normal, dass am Anfang meist ein ordentlicher Muskelkater auftritt, aber langfristig profitiert man von der geänderten Lauftechnik. Verspannungen verschwinden, Gelenkprobleme bessern sich und Bandscheibenprobleme treten so gut wie gar nicht mehr auf.

 

Ich empfehle aber sich vorher ausgiebig mit diesem Thema zu beschäftigen, denn auch das Ballenganggehen sollte richtig erlernt werden. Es reicht nicht, sich einfach “Barfußschuhe” zu kaufen und dann aber weiterhin im Fersengang zu gehen.

 

Hier ein toller Artikel über das Barfußgehen von einem Profi: richtig gehen lernen Teil 1

 

Mir haben zu diesem Thema folgende Bücher geholfen:

(wenn Du auf die Links klickst, kannst Du Dir die Bücher anschauen. Das sind Werbelinks, wenn Du einen Link für den Kauf eines beliebigen Produktes verwendest, erhalte ich einen kleinen Ausgleich für meine Arbeit. Für Dich entstehen dadurch keinerlei Mehrkosten.)

 

Sabrina Fox: Auf freiem Fuß

Carsten Stark: Füße gut, alles gut

und sein brandaktuelles Buch:

Das Buch für den Hallux – Füße gut, alles gut: Ganzheitliche Hilfe ohne OP

Wim Lujpers: Die Heilkraft des Gehens: Gesunder Rücken-bewegliche Gelenke-starke Füße

Dr. med. Peter Greb: Ballengang-Rückenschmerzen und Haltungsschäden vorbeugen – Wissenswertes über das natürliche Gehen

Jens Sprengel, Marion Selzer: Erden durch Barfußgehen: Das stärkste Antioxidans und Anti-Aging-Mittel

 

Um die Füße vor evtl. Verletzungen zu schützen gibt es auch sogenannte „Barfußschuhe“.

 

Eigentlich ist der Begriff Barfußschuhe ja falsch. Denn wenn ich barfuß bin, habe ich nichts an den Füßen, also kann es auch keine Barfußschuhe geben!

Eindeutiger wäre der Begriff „Minimalschuhe“. Denn dieser beschreibt ein Schuhwerk, das ein ähnliches Laufgefühl wie beim Barfußlaufen ermöglichen soll. D.h. die Sohle ist möglichst sehr dünn (eben „minimal“), flexibel, ohne Absatz und den Zehen wird in der Breite viel Platz gegeben.

 

Vorteile von guten Minimalschuhen:

  • Sie bieten Schutz vor Verletzungen und Kälte
  • Die dünne Sohle lässt trotzdem zu, dass sensorische Informationen über den Untergrund an das Nervensystem und das Gehirn weitergegeben werden können
  • Sie sind extrem leicht und fördern damit einen eher natürlichen Bewegungsablauf
  • Durch die Bewegungsfreiheit der Zehen wird die Fußmuskulatur gekräftigt und kann Fußkrankheiten vorbeugen

Falls Du „lesefaul“ bist 😉 , kannst Du Dir hier das Video über meine ersten Minimalschuhe ansehen:

oder/und hier den Text dazu lesen:

Für steinigere Wege und fürs Joggen ziehe ich mir zum Schutz Vibram Five Fingers an. Ich finde, die kommen dem Barfußgehen (mit geschlossenen Schuhen) am nächsten.

 

Barfußschuhe

 

Ich habe aber auch noch die minimalistischen New Balance Minimus, mit ganz dünner Sohle, die trage ich, wenn ich nicht gar so auffallen möchte :-). (Nachtrag, August 2017: Inzwischen sind mir diese Schuhe aber auch zu steif.)

 

New Balance Barfußschuhe

 

Für den Winter habe ich von Sole Runner, die Transition Vario2  Minimalschuhe. Das ist so eine Art Stiefel, aber turboleicht und schön breit geschnitten und durch die dünne Sohle auch sehr geeignet zum Ballengangjoggen. Für absolut kalte Tage gibt es noch eine wärmere Einlegesohle dazu – die habe ich aber bis jetzt nicht benötigt.

 

Sole Runners Winterschuhe

 

 

…und ganz neu habe ich mir jetzt (April 2017) ein paar ultra leichte und dünne JACKSHIBO  Barfuß Wasser Schuhe, ursprünglich für Strand, Schwimmen, Surf und  Yoga konzipiert, für nicht mal 10,-€ gekauft. Diese sollen mir als kurzzeitigen Schutz für unterwegs dienen. Bin gespannt…

Barfuß Schuhe ultradünn

(Nachtrag, August 2017: Inzwischen habe ich diese leichten, dünnen Schuhe ausgiebig getestet. Hauptsächlich habe ich sie zum Ballengang-joggen an. Dadurch, dass sie so leicht sind, fühlt es sich fast so an, wie wenn man nichts an den Füßen hat. Trotzdem schützen sie ein wenig vor unangenehmen spitzen Steinchen, aber wie gesagt  nur ein wenig. Wenn Du viel auf Schotterwegen unterwegs bist, dann sind die gewiss nicht geeignet. Da ich aber meist nur auf  Wald -und Wiesenwegen unterwegs bin und  Schotterwege nur überquere geht das gut.)

Momentan teste ich gerade ein Paar Leichtgewichtssandalen und zwar maßgeschneiderte Tarasoles. Meine Erfahrungen damit kannst Du in „Barfuß gehen Teil 2“  lesen, bzw. hier das Video dazu anschauen:

 

► hier der Link zu Sabine Schumacher, die diese Sandalen in Handarbeit und mit viel Liebe herstellt

 

Hier noch einige weitere „Minimal“-Schuhfirmen:

…und auch Lust bekommen? Konnte ich Dich ein wenig dazu animieren es doch auch mal wieder barfuß zu probieren? Deine Füße werden es Dir danken. Schreibe mir doch, wie es Dir ohne Schuhe geht!

 

16 Gedanken zu „Barfuß gehen Teil 1

  1. Liebe Ellen!
    Das Barfußlaufen ist ein Thema, welches mich schon früher fasziniert hat, eben wegen meinem Sohn und seinem ursprünglichen Ballengang. Jetzt ist es wieder neu entflammt und bestärkt mich ihn so oft wie er mag barfuß zu laufen, auch wenn alles anderen (Verwandtschaft) unnötige Kommentare abgeben. Ich werde ihn darin bestärken und vielleicht selbst mal einsteigen.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Anja

    • Liebe Anja, ja unbedingt selbst mit einsteigen:-)
      es tut sooooooooooooooooooooo gut.
      Die unnötigen oder vielleicht auch eher unwissende ? Kommentare kenne ich zu gut, als Erwachsene betrifft einen das noch mehr :-(, aber wie lange war ich selbst unwissend darüber?
      Ich erlaube mir kein Urteil zu geben, da jeder ja das macht, was er für richtig hält und seinem Wissen und Glauben entspricht.
      Interessierte kläre ich kurz auf, die anderen lasse ich weiter staunen:-).
      Alles Liebe Dir, Ellen

  2. liebe Ellen,
    seit etwa 3 Jahren laufe ich zuhause >barfuß<, d.h. in Wollsocken, auch auf Steinfußböden und Holztreppen. Durch das Barfußlaufen habe ich einen sehr sicheren Auftritt und Stand, mein Körper ist wirklich senkrecht. Ballengang übe ich immer wieder, vergesse aber öfter darauf und stampfe dann wie ein Elefant, so hört es sich in einem hellhörigen Haus für die Mitbewohner an. Früher war ich begeistert von Fußbettsandalen, heute bekomme ich nach kurzer Tragzeit Krämpfe in den Zehen und stell sie wieder beiseite.

    • Liebe stefaNie,
      ja, das kann ich auch so beobachten, dass man viel sicherer wird, auch in unebenem Gelände, da die Muskulatur ganz anders gefordert und gestärkt wird. Ich kann auch keine Schuhe mehr mit Fußbett anziehen – meine Füße wehren sich. Und obwohl ich schon immer flache, breite Schuhe hatte, kann bzw. mag ich viele davon nicht mehr anziehen – die Füße schreien nach Freiheit :-).
      Liebe Grüße an Dich und Deine Füße 🙂 Ellen

  3. Danke für diesen Artikel.
    Habe da noch ne Frage zu den Schuhen: leiten sie die Elektronen der Erde in den Körper weiter oder ist dieses Material nicht leitfähig. Was ist das für ein Stoff, und ist es Schadstoff frei?
    Danke dir.

    • Liebe Anna, sehr gute Frage, danke. Kann ich dir gerade nicht beantworten.
      Da macht man sich so viele Gedanken um alles mögliche und da war wohl der Kopf ausgeschaltet 🙂 Danke für die Anregung. Muss ich mal nachforschen. Interessiert mich jetzt auch 🙂
      Liebe Grüße Ellen

      • Liebe Ellen, liebe Anna,

        das interessiert mich auch sehr. Besonders wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war und dann einfach barfuß über Gras laufe, merke ich ganz extrem, wie sich sofort alles in mir entspannt, so als ob wirklich ein „Blitzableiter“ in die Erde vorhanden wäre und mich von negativen Schwingungen befreit. Ist schon ziemlich phänomenal!!!
        Ich habe noch keine Barfußschuhe, laufe nur zu Hause, im Garten und wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, auf guten Wegen barfuß. Ich mag es nur noch so zu Hause. Mir ist leider noch niemand begegnet, der als Erwachsener in der „Zivilisation“ komplett barfuß unterwegs ist. Wo laufen die ganzen ambitionierten Hardcore-Barfüßler eigentlich rum? Was mir total zu schaffen macht und sehr oft begegnet, sind diese kleinen, spitzen und sehr gemeinen Rollsplitsteinchen… wie geht Ihr damit um? Ich kann da nicht einfach drüber laufen. 🙁
        Liebe Grüße
        Birgit

        • Liebe Birgit, ich muss gestehen, mir ist auch noch kein „Hardcore-Barfüßler“ (so, wie du es nennst) begegnet:-).
          Vermutlich gibt es auch nicht so viele.
          Ich selber bin ja auch (noch) keiner :-). Und ja, genau für die gemeinen Rollsplittsteinchen usw. benötige ich auch immer wieder einen Schutz, deshalb probiere ich gerade einige leichte Alternativen aus, die ich im Notfall schnell anziehen kann.
          Ich wünsche Dir weiterhin viele tolle barfüßige Erfahrungen 🙂 Ellen

  4. Liebe Ellen,

    hast du eine Erfahrung mit Minimalschuhen für Kinder? Meine Tochter ist 3 Jahre alt, es hat mich schon eine Weile gestört, dass sie im Schuh wenig Fußfreiheit und Flexibilität hat. Ich muss ich jetzt Schuhe für den Sommer kaufen und würde mich auf einen Tipp sehr freuen.

    • Liebe Iana, nein leider nicht. Ich würde aber generell immer auf sehr flexible, weiche Sohlen achten ohne jeglichen Absatz, ohne Fußbett oder Einlagen und mit viiiiiiiiel Zehen- und Ballenfreiheit. Und im Sommer am besten so oft wie möglich ohne Schuhe laufen lassen.
      Hast du dir das Interview von Carsten Stark angehört? Das ist auch total spannend.
      Alles Liebe Ellen

  5. Liebe Ellen,

    ich habe eine Einlegesohle vom Orthopäden weil ich einen Beckenschiefstand habe, denkst du, dass es bei mir auch gut wäre? Durch den Schiefstand, habe ich einen Knick in der Wirbelsäule (Lendenwirbel), wenn ich den nicht mit der Erhöhung ausgleiche, stehe ich ständig schief.

    Liebe Grüße

    Karin

    • Liebe Karin,
      hast du wirklich einen Beckenschiefstand? Ziemlich häufig ist das eine sogenannte Verlegenheits-Diagnose und wenn wir uns alle mal untersuchen lassen würden, könnte diese Diagnose fast jeden von uns treffen. Ebenso die scheinbaren Beinverkürzungen. Keiner von uns hat exakt zwei gleich lange Beine oder gleich lange und gleich gewölbte Füße. Genauso wenig, wie wir zwei genau identische Gesichtshälften haben. Dazu sind die Beine, die Füße, der Rumpf bei jedem noch muskulös unterschiedlich ausgeprägt, wie kann da ein absolut gerades Becken drauf sitzen?
      Es gibt Menschen mit klar erkennbaren Skoliosen, die keinerlei Schmerzen oder Beschwerden haben und dann wieder Menschen, bei denen scheinbar alles okay ist, sie aber unerklärliche Rückenschmerzen haben. Wie kann das sein?
      Es können auch Fehlstellungen an anderen Gelenken, wie z.B. an der Halswirbelsäule, dem Fuß- oder sogar dem Kiefergelenk ein Grund für Beschwerden sein. Selbst deine inneren Organe können dein Becken beeinflussen.
      Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass man erst die Ursache abklären sollte. Denn die eigentliche Ursache ist oft wo ganz anders zu finden, als eben am Becken selber.
      Carsten Stark hat sowohl im Interview bei meinem Kongress, als auch in seinem Buch „Füße gut, alles gut“ betont, dass es kaum eine chronische Beschwerde gibt, auf die man nicht über die Füße Einfluss nehmen kann… (und er hält z.B. nichts von Einlagen…kann dir seine Bücher nur empfehlen).
      Bei dir ist das natürlich aber schon sehr fachspezifisch, da kann ich dir nur raten, kläre das doch mit einem guten Physiotherapeuten, Osteopathen oder Fußkartographen ab.
      Ich an deiner Stelle würde vielleicht mal anfangen zuhause und im Garten barfuß zu laufen, ohne große Belastung, nur um wirklich mal die Erde, das Gras, die Unebenheiten usw. mit deinen Füßen zu spüren und dann zu beobachten, was es mit dir macht. Und, wie oben schon beschrieben, langsam damit anfangen. Alles Liebe dir Ellen

  6. Hallo,
    bei angeblicher Beinlängendifferenz würde ich zu einem Dorn-und-Breuß-Therapeuten gehen (sanfte, ungefährliche Methode). Es wird oft eine andere Ursache deutlich. Die Erfahrung ist: 95 % aller Beinlängendifferenzen sind gar keine. Durch Ausgleich an den Fuß-, Knie- und Hüftgelenken ist dann plötzlich alles gerade. Mein Skoliose-Sohn mit jahrelanger Krankengymnastik, die keine Besserung erbrachte, war nach einer osteopathischen Behandlung, die wohl über Dorn und Breuß noch etwas hinausgeht, gerade!

    Die Infos betreffs Barfußgehen finde ich sehr interessant. Mein Skoliose-Sohn war der einzige, der eine Einlage verpaßt bekam, und der einzige, der schon als Kind immer mit Schuhen herumgerannt ist; die anderen drei waren sehr viel mehr barfuß unterwegs.

    Ich selbst habe als junges Mädchen genau das praktiziert: Statt der seit frühester Kindheit verschriebenen Einlagen, die meine Füße gar nicht besserten, lief ich überall auf guten Gymnastik-Schuhen (aus Leder; nicht aus Kunststoff, und auch nicht aus Stoff, weil die viel zu schnell kaputt sind) herum, in der Stadt, zu Hause und auf Wanderungen, auch durch unwegsames Gelände mit Höhenunterschieden zum Kraxeln. Dabei hatte ich automatisch den Ballengang. Eigentlich wollte ich, durch Karl-May-Bücher angeregt, nur Indianer spielen. Und die Erwachsenen sagten, daß der Ballengang schlecht sei … Ich schätze, daß ich in erster Linie deshalb nach ein paar Jahren zu normalen Schuhen zurückgekehrt bin …

    Auch die Leder-Gymnastikschuhe hatten eine Gummi-Sohle. Das wird wohl die Elektronen zum Erdreich hin nicht durchlassen. Aber vielleicht ist das gefühlsmäßig trotzdem schon fast so wie Barfußlaufen, vielleicht geht es dabei nicht nur um physikalisch meßbare Ströme. Auf jeden Fall würden mir meine alten Gymnastik-Schuhe mehr zusagen als alle hier vorgestellten Modelle.

    Liebe Grüße

    Viola

    • Liebe Viola,
      vielen herzlichen Dank für Deine ausführlichen Bericht. Ich finde es total spannend und lehrreich, was Du schreibst.
      Ich merke gerade, wie ich immer mehr jeden Schuh nur als eine schlechte Alternative zum Schutz der Füße empfinde. Und ich bin immer noch auf der Suche nach einem „optimalen“, wenn möglichst veganen Schuh. Habe schon wieder welche im Auge…. werde aber wohl noch bis Herbst/Winter warten, momentan benötige ich sie ja nicht.
      Ich bin über jeden neuen Hinweis dankbar, nur her damit! Aber breit muss der Schuh sein – das ist mein Hauptproblem. Fast alle Schuhe sind mir an den Ballen/Zehen viel zu schmal – kann ich nicht mehr anziehen. Deshalb wollte ich auch diese „Surf-Wasserschuhe“ oben testen, da bei diesen nichts einengt…und die Tarasoles…
      Alles Liebe Dir und Deiner Familie Ellen

  7. Ich freue mich zwischen Frühjahr und Herbst auch auf Teneriffa barfuß laufen zu können. Kennt Ihr brennende Sohlen, wenn wir den ganzen Tag auf den Beinen sind ? Beim barfußlaufen passiert mir das nicht.

    • Liebe Ingrid, danke, dass Du uns bewusst machst, was wir uns mit dem Barfußlaufen alles ersparen können. Liebe Grüße nach Teneriffa Ellen

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