Wie ich zur Rohkost kam

Ich glaube es war etwa im Jahre 1988. Nach dem Anschauen eines grausigen Filmes über Tierhaltung, Tiermast, Tierschlachtung usw. wurde ich von heute auf morgen Vegetarierin. Ich konnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren an diesem Tierleid mit verantwortlich zu sein, nur um ein Stück Fleisch o.a. zu essen.

 

So fing ich an mir immer mehr Gedanken über eine optimale Ernährungsweise zu machen.

 

Auch fastete ich in dieser Zeit einmal knappe 6 Wochen lang und spürte diese unheimliche Kraft, die daraus hervor ging. Ich fühlte mich leichter, befreiter, reiner, einfach besser.

 

In den kommenden Jahren nahmen die unterschiedlichsten Ernährungsweisen Einfluss auf mein Essverhalten. Ich war schon immer der Typ „selber ausprobieren und dann schauen wie es mir dabei geht“.

 

In meiner Jugend und im jungen Erwachsenenalter hatte ich ständig Rückenbeschwerden. Ich war bei verschiedenen Ärzten und Therapeuten. Letztendlich wurde eine s-förmige Skoliose diagnostiziert und mir wurde geraten meine Rückenmuskulatur aufzubauen, damit die Muskeln die Wirbelsäule stützen könnten.

So plagte ich mich jahrelang mit Krankengymnastik und den verschiedensten Massagen, aber ohne nennenswerten Erfolg.

Auch während meiner ersten Schwangerschaft hatte ich durch den wachsenden Bauch immer wieder starke Rückenschmerzen.

 

Nach der Geburt meines ersten Kindes 1997 beschäftigte ich mich verstärkt mit dem Thema Vollwertkost und ab dem Jahr 2000 ernährten wir uns nach Dr. M.O.Bruker, der für Vollwertkost mit hohem Frischkostanteil plädierte. Außerdem lies ich Industriezucker komplett aus unserer Ernährung weg und siehe da – meine Rückenschmerzen verabschiedeten sich von mir und sind seither nie wieder gekommen.

 

Meine vier Kinder sind alle mit dieser Ernährungsweise groß geworden. Wir haben bei jeder Mahlzeit zuerst immer frisches Obst, Gemüse oder Salate zu uns genommen und danach Speisen nach Vollwertrezepten. Diese habe ich lange vertreten und auch an viele mir nahestehenden Menschen weitergegeben.

 

Doch ich merkte immer wieder, dass das nicht das Wahre war – es gab bei mir und den Kindern trotzdem noch zu viele Unstimmigkeiten und auch immer wieder auftretende sogenannte „Erkältungen“, Verschleimungen, die sich in Bronchitis, Mittelohrentzündungen, Schnupfen u.ä. ausdrückten.

 

Ich forschte weiter und kam 2006 schließlich über Bücher von Konz,  Wandmaker, Wolfe, Wiegand, Bieder, Burger, Rohark, Freitag, Tavarez, Rothkranz,… zu den verschiedenen Rohkostrichtungen.

 

Ich machte meine ersten Erfahrungen und ernährte mich teilweise bis zu 6 Monaten nur von Rohkost. Überflüssige Pfunde purzelten nur so von mir ab. Ich fühlte mich wohl, konnte endlos joggen, schwitzte kaum noch  – es ging mir richtig gut.

 

Doch immer wieder fiel ich zurück in die Kochkost.

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