Wieder zurück zur Kochkost

Warum bin ich immer wieder zurück zur Kochkost gefallen, obwohl

ich mich doch mit der Rohkost so wohl fühlte?

 

Nun, da war zum einen der Druck von außen (eigene Eltern, Familie, Bekannte, sog. Freunde, Ärzte), die mir immer wieder sagten: „Das kann doch nicht gesund sein“, „Ess, doch mal wieder was Richtiges“, “ Du bist ja soooooooooooo dünn geworden“ usw. und zum anderen auch die Lust nach bestimmten Gerichten.

Manchmal überkam mich dann einfach die Gier nach einem bestimmten Gericht und ich musste das jetzt unbedingt haben. Wenn ich es dann tatsächlich verspeist hatte, war das wie ein Schalter – so nach dem Motto- jetzt ist es eh voll egal- jetzt kann ich auch wieder weiter Ungesundes, Gekochtes essen und dann blieb ich wieder für mehr oder wenig längere Zeit dabei.

Bis ich mich wieder unwohler fühlte – was sich aber meist gleich nach dem ersten Kochkostgericht bereits einstellte.

Dieses Gefühl verdrängte ich aber gekonnt, weil ich mich schuldig fühlte, dass ich nicht standhaft bleiben konnte.

 

Diese Prozedur wiederholte sich immer wieder: längere Rohkostphasen – Rückfall in Kochkost, usw. Schnell lernte ich, dass ich gesunde Alternativen immer parat haben musste, wenn mich besondere Gelüste überkamen um bei der Rohkost bleiben zu können.

 

So stellte ich auf  Vorrat Rohkostkräcker her, falls mich die Lust auf etwas Knackiges, Herzhaftes überkam. Ebenso Rohkostschokolade und andere Rohköstlichkeiten, für die süßen Gelüste.

 

Bis ich irgendwann „aufwachte“:

 

Wer bitte schön maßt sich an, mir zu sagen, was gesund für mich ist oder nicht? Was ich essen soll oder nicht? Ich werde doch wohl meinen Körper am besten kennen und was ihm gut tut und was nicht.

 

Was folgte war ein langer Entwicklungsprozess. Endlich verstand ich, dass ich meine Überzeugung einfach leben musste  und mich nicht mehr von den Meinungen der anderen beeinflussen zu lassen.

 

Ich mache kein Dogma aus meiner Ernährung, behalte mir aber inzwischen vor in meinen Essensentscheidungen selbstbewusst zu handeln. Was mir nicht gut tut, meide ich, auch wenn das Umfeld daran fast verzweifelt – ihr Problem, nicht (mehr) meins!

 

Rohkost ist für mich mehr, wie nur „rohe Ernährung“,  dazu gehört

auch der Lebensstil.

 

Meine gravierendste Erfahrung ist aber doch diese unbeschreibliche geistige Klarheit, diese Feinfühligkeit, die man mit der Rohkost und regelmäßigen Darmreinigungen bekommt und ich bin davon überzeugt, dass wir bereits mit solch einer Klarheit und Feinfühligkeit auf die Welt kommen.

 

Erst die Einflüsse von außen und innen ( Lebens- und Ernährungsweisen) „müllen“ diese Klarheit zu.

 

Schade eigentlich, denn damit wird auch meist unsere Lebensfreude, unsere Sorglosigkeit, unsere Neugier, unser Tatendrang, so wie kleine Kinder sie noch haben, zugedeckt!

 

Lese hier weiter: Meine Erfahrungen nach der Darmsanierung

 

 

Wie ist es bei Dir?

Hast Du diese Freude, diese Sorglosigkeit, diesen Tatendrang, diese Neugierde noch?

Willst Du Dich auf die Suche nach diesen verlorenen Schätzen machen?

 

 

Schreibe mir doch Deine Erfahrungen oder benötigst Du Unterstützung?
Dann kontaktiere mich

 

Gerne helfe ich auch Dir, bei Deinem Weg zu einem gesunden, sportlichen Körper durch eine Umstellung ihrer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

2 Gedanken zu „Wieder zurück zur Kochkost

  1. Hallo Frau Bickel,
    nach 7 Monaten Rohkost und einer Zeit des unglaublichen Wohlfühlens, physisch und phychisch, kam zum Winter hin die Gier nach warmen Mahlzeiten.Ich trinke zwar noch grüne Smoothies, esse auch noch einen gewissen Anteil an Rohkost,aber ich bin nicht zufrieden mit mir.Momentan habe ich immer eine Kiste Rohkost brot stehen.Ich will zurück in diese leichte Zeit.
    Lieben Gruß Silvia

    • Liebe Frau Voigts,
      7 Monate Rohkost, das ist doch toll – schön, dass Sie auch so positive Erfahrungen damit machen durften. Herzlichen Dank für Ihren kurzen Erfahrungsbericht.
      Ja, das kenne ich nur zu gut: Je kälter es im Winter ist, desto mehr steigt der Bedarf an Fett und Kohhlenhydraten sowie die Gier nach einem herzhaften und wärmenden Essen.
      Eine leichte Umstellung der Enährungsgewohnheiten mit Einbezug von viel grünem Blattgemüse und Wildkräutern kann Abhilfe schaffen.
      Wichtig finde ich, sich nicht zu quälen, sondern eher darauf zu achten, was der Körper uns vielleicht mit dieser “Gier” mitteilen möchte.
      Und wenn Sie gerade unzufrieden sind mit Ihrer momentanen Ernährungsweise sind, versuchen Sie doch mal zu analysieren, was Sie gerne ändern würden? Was stört Sie am meisten? Was können Sie evtl. weglassen oder ersetzen?
      Momentan gibt es herrliche Beeren und andere regionale Früchte und die Wiesen und Wälder sind voll mit den leckersten Wildkräuter. Da kann man aus dem Vollen schöpfen.
      … und freuen Sie sich an jedem kleinen Schritt.
      Viel Erfolg und liebe Grüße,
      bleiben Sie gesund und froh
      Ellen Bickel

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