Blüten vom Giersch

Der Giersch

Der Giersch ist eines der bekanntesten und beliebtesten Wildgemüse und Heilkräuter.

 

Er wird auch Geiß –und Ziegenfuß, Dreiblatt, wilder Holler, Erdholler, Bodenholunder, Gicht – und Zipperleinskraut, uvm. genannt.

Er ist wahrlich unverwüstlich und brachte schon so manchen Gärtner zur Verzweiflung. Doch wenn Du ihn erst einmal als Nahrungsmittel und Heilkraut erkannt hast, dann freust auch Du Dich darüber, wenn er so fleißig in Deinem Garten wächst.

 

Geschmack:

Die Gierschblätter, Stiele und Knospen schmecken würzig, aromatisch, leicht salzig, wie eine Mischung aus Sellerie, Petersilie, Spinat und Karottenkraut.

Am besten schmecken die jungen, zarten Blätter ohne Stiel.

Je älter die Blätter, desto intensiver und strenger der Geschmack und auch zäher beim Kauen.

Die Blüten sind süßlicher als die Blätter, die Samen schärfer.

 

Erntezeit:

Ernten kann man dieses Superkraut ab Erscheinen der ersten Blätter im Frühjahr (ca. März) und dann den ganzen Sommer lang (bis ca. September).

 

Fundorte/Vorkommen:

Der sogenannte Dreiblatt ist sehr anspruchslos und wächst eigentlich überall:

  • an Weg –und Waldrändern
  • unter Hecken
  • in Parks
  • in Gärten

 

Giersch Meer

Aussehen:

3 mal 3, so heißt die „Eselsbrücke“ für die Giersch-Pflanze:

„Drei, drei, drei – beim Giersch bist du dabei.“, d.h.:

  1. Der Blattstiel ist dreikantig
  2. Das Blatt ist dreigeteilt
  3. Die Einzelblätter sind ebenso dreigeteilt

Der Blätterteppich wird ca. 30 cm hoch. Mit den weißen, doldenförmigen Blüten, die 12-18 Strahlen haben,  kann er jedoch eine Wuchshöhe von bis zu 1 m erreichen.

Die Einzelblätter sind spitz, leicht behaart und der Rand ist gezähnt.

Der Blattstiel ist dreikantig und kann bis zu 20 cm lang werden.

Die jungen Blätter sind hellgrün und werden mit zunehmenden Alter immer dunkler.

 

Blätter vom Giersch

Verwechlungsgefahr:

Er kann leicht mit ähnlich aussehnenden, teilweise giftigen Pflanzen (z.B. Bibernelle, Wald-Engelwurz, Schierling. Bärenklau) verwechselt werden. Beim genauen Hinschauen haben jedoch Blätter und Stiele von diesen eine andere Form.

 

Achte auf den dreieckigen Querschnitt des Blattstieles beim Dreiblatt!

Außerdem riechen die zerriebenen Blätter nach Petersilie.

 

Inhaltsstoffe:

Auch der Giersch ist, wie alle Wildkräuter, reich an wertvollen Inhaltsstoffen:

  • besonders viel Vitamin C (15 x mehr wie Kopfsalat, 4 x mehr wie Zitronen, 2 x mehr wie Rosenkohl)
  • Vitamin A
  • besonders viele Mineralstoffe (13 x mehr wie Grünkohl)
  • besonders reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Bor, Kupfer, Mangan, Titan und Kieselsäure
  • ätherische Öle
  • uvm.

Du siehst, der Geißfuß ist also ein regionales Superfood. Warum dann viel Geld ausgeben? Auf geht’s zur Wildkräutersammlung!

 

Wirkung:

Diese wertvollen Inhaltsstoffe können sich positiv auswirken:

Innerlich (pur gegessen oder als Tee) bei:

  • Arthrose
  • Blasenentzündungen
  • Erkältungen
  • Durchfall
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Gicht
  • Hämorrhoiden
  • Hexenschuss
  • Husten
  • Insektenstiche
  • Ischias
  • Krampfadern
  • Rheuma
  • Skorbut
  • Übergewicht
  • Verbrennungen
  • Verstopfung
  • Würmer
  • Zahnschmerzen

Äußerlich (frisch zerrieben oder als Badezusatz oder Umschlag) bei:

  • Insektenstiche
  • Verbrennungen
  • Hautverletzungen
  • Hämorrhoiden

 

Verwendung/Zubereitung:

Die jungen, noch hellgrünen Blätter schmecken frisch verzehrt am leckersten. Ich finde der Giersch passt zu Obst und Gemüse gleich gut. Ich streue die Blätter und Blüten einfach über meine Speisen.

Man kann ihn wohl auch, wie Spinat dünsten, auf die Pizza legen oder in Suppen, Aufläufe und Gemüsegerichten verarbeiten.

Da ich meine Speisen aber roh genieße, habe ich damit keine Erfahrung.

In vielen Literaturbeschreibungen liest man, dass man die Stiele vor der Zubereitung, egal ob roh oder gekocht, entfernen sollte, wegen dem bitteren Geschmack. Ich persönlich empfinde die Stiele sehr saftig, außerdem mag ich bitter Kräuter sehr gerne.

Das darf also jeder selber entscheiden. Wichtig ist vielleicht, dass man nicht zu viel davon isst, sondern immer wieder zwischen den einzelnen Wildkräutern abwechselt und auf sein Gefühl hört: was schmeckt mir, was tut mir gerade gut?

Hier geht es zu einem leckeren Giersch-Rezept mit Aprikosen.

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Falls Du Hilfe benötigst beim Bestimmen von Wildpflanzen kann ich Dir den Besuch einer Wildpflanzenwanderung und/oder ein gutes Bestimmungsbuch empfehlen. Hier findest Du eine bewährte Auswahl:

► zu den Buchempfehlungen

 

Quellen-und Bildnachweis:

Pixabay

Eigene Fotos

Buch „Essbare Wildpflanzen“, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger  (Werbelink)

http://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/giersch/ 31.07.2017

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/giersch-bekaempfen-so-werden-sie-das-unkraut-dauerhaft-los-3846 31.07.2017

http://www.smarticular.net/giersch-bringt-vitamine-mineralien-und-abwechslung-auf-den-teller/  31.07.2017

http://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Giersch.html 31.07.2017

https://www.fitundgesund.at/giersch-artikel-636  31.07.2017

https://wildpflanzenliebe.wordpress.com/wildpflanzenportraits/giersch/  31.07.2017

http://www.wild-kraeuter.de/Pflanzen/Giersch/Fotos.html  31.07.2017

http://www.wildkrautgarten.de/2013/05/01/giersch-staendig-nachwachsender-wildspinat/  31.07.2017

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Bleib gesund und froh

Ellen 

Ein Gedanke zu „Der Giersch

  1. Danke gesund und froh, ein wunderbarer Artikel. Macht Freude zu lesen.
    Danke Ellen, gut, daß du frei und froh, deine Erfahrungen mitteilst.

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