Smoothie

Grapefruit-Wildkräuter-Smoothie

Veränderung der Geschmacksknospen.

Kennst Du das auch?

Wenn man sich einige Zeit nur von Rohkost ernährt hat und vor allem von vielen Wildkräutern, dann hat man das Gefühl, dass sich die Geschmacksknospen total verändert haben. Lebensmittel, die einem früher geschmeckt haben, schmecken auf einmal wässrig, fad und leer. Selbst ein Bio-Salat aus Freilandanbau kann gegen den Geschmack frischer Wildkräuter nicht mithalten.

 

Ich liebe inzwischen alles was herb und bitter schmeckt.

 

So wie diese Smoothie – Kombination: Grapefruit mit Zitrone, Orange und Wildgrün, einfach herrlich erfrischend.

Danach fühle ich mich absolut zufrieden, gesättigt und vitalisiert. Und ich habe das Gefühl meinem Körper tut dieser Smoothie richtig gut.

 

Zutaten:

  • 1/2 Grapefruit
  • 1 Orange
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 1 Stück frischer Kurkuma
  • 2-3 Hand voll Wildkräuter (optional gehen auch z .B. Radieschen – oder Rettichblätter oder Karottengrün)
  • 1 Stück Stangensellerie
  • wenn vorhanden 1/2 Avokadokern
  • etwas gefiltertes Wasser

 

Zubereitung:

Die Zitrusfrüchte schälen, grob klein schneiden und mit den restlichen Zutaten in den Mixer. 1 – 1,5 Minuten mixen, bis er schön cremig ist.

Fertig – genießen !

Smoothieszutaten im Mixer

 

 Wildkräutertellerhier Löwenzahn, junge Himbeer – und Brombeerblätter, Distelblätter

 

Das Genießen von Smoothies ist umstritten.

Die einen meinen, dass es wertvoll sei, z.B. Wildkräuter in einen Smoothie mit einzubauen, da man damit auch die etwas bitteren und herben Wildkräuter mit dem Vermischen von süßen Früchten zu sich nehmen kann, die man sonst vielleicht meiden würde und man damit auch an die wertvollen Nährstoffe kommt, welche für den Körper wichtig sind.

Ein Hochleistungsmixer (ich verwende diesen hier) kann mit seinen schnell rotierenden Klingen die zähen Fasern der Grünpflanzen aufbrechen und dadurch  die Nährstoffe für den Körper zugänglich machen. Das Kauen der Nahrung hat zwar einen ähnlichen Effekt, allerdings arbeitet der Mixer eben sehr viel wirkungsvoller.

 

Außerdem sättigen Smoothies sehr gut und wirken nicht so ermüdend, wie es gelegentlich ein warmes Essen macht.

 

Die anderen sagen, dass es unnatürlich ist, alles zu vermixen und das Einspeicheln und damit die Unterstützung der Vorverdauung der Nahrung dabei fehlt.

Und das ist natürlich auch richtig.

Die meisten Menschen, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, so gut wie alle Menschen (mich eingeschlossen 😉  ) essen viel zu schnell und kauen ihre Nahrung nicht ausreichend.

Es wäre für unsere Verdauung aber hilfreich, wenn wir unsere Nahrung erst schlucken, wenn wir sie soweit zerkaut und eingespeichelt haben bis sie breiartig ist.

So muss jeder selber entscheiden und auf seinen Körper hören, was ihm gut tut und was nicht. Der eine mag dieses breiartige und für den anderen ist das nicht essbar.

 

Ich nehme nur grüne Smoothies ohne weitere Zutaten wie Kerne, Samen oder Öle und auch nicht täglich zu mir, aber ab und zu genieße ich sie und habe auch danach ein sehr zufriedenes Körpergefühl. Reine Obstsmoothies habe ich noch gar nicht gegessen.

Allerdings muss man wirklich ausprobieren was einem schmeckt. Zu Anfang hatte ich viele Kreationen, die nicht wirklich lecker waren  😥

 

 

Gartenkräutersmoothie                                                   Smoothiezutaten, hier mit Gartenkräutern und Baumblättern

 

Deshalb hier noch ein paar Tipps für grüne Smoothies:

 

1.    wirklich nur reifes Obst verwenden.

2.    falls man noch nicht viel Erfahrung mit Wildkräutern hat, dann bitte sparsam damit beginnen. Wildkräuter können stark entgiftend wirken, was sich in verstärkter Müdigkeit, Hautreaktionen, Kopfschmerzen u.a. äußern kann.

Außerdem schmecken manche Wildkräuter eher bitter und an diesen Geschmack muss man sich erst gewöhnen. Nimmt man zu viel davon, schmeckt einem der Smoothie nicht und man kommt wieder davon ab.

3.    Keine Kombinationen von Obst und Gemüsen im Smoothie.

Entweder Obst mit grünen Blättern/Wildkräutern oder Gemüse mit grünen Blättern/Wildkräutern. Obst wird viel schneller verdaut als Gemüse und eine Kombination beider kann deshalb zu Gärung und Fäulnis im Darm und so zu unangenehmen Reaktionen führen .

4.    Ein Smoothie ist eine vollwertige Mahlzeit – kein Getränk. Also bitte nicht wie ein Glas Wasser trinken, sondern entweder mit einem Löffel essen oder Schluck für Schluck einspeicheln und dann erst schlucken.

5.    Grundsätzlich kann ich die Regel empfehlen: nur so viele grünen Blättern oder Wildkräuter in den Smoothie integrieren, wie man auch pur essen würde.

 

Smoothie, schön angerichtet

 

Wenn man dies beachtet, steht dem Genuss eines leckeren Smoothies nichts mehr im Wege. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Das Rezept kannst Du auch noch verfeinern mit einem Tropfen reines ätherisches Grapefruit-, Orangen- oder Zitronenöl. Damit schmeckt es noch intensiver und Du nimmst zusätzlich noch die unterstützende Kraft der Öle mit auf.

Ich würde mich freuen von Deinen Lieblingsrezepten zu lesen! Willst Du auch mal einen leckeren Salat mit Wildkräutern – und blüten versuchen? Dann klicke hier.

2 Gedanken zu „Grapefruit-Wildkräuter-Smoothie

  1. Hallo Ellen, ich trinke seit 2 Jahren Smoothie. Und ich mache immer Grün- im Sommer Wildkräuter u. Obst dazu.
    Bin überrascht, das das nicht richtig ist.
    Z. B. SPINAT u. Kiwi einfach lecker.

    Ich versuche auch überwiegend roh zu essen. Aber die Unterschiedliche Nahrung zuzubereiten ist häufig Stress für mich. Mein Mann ist Fleisch und alles was dazu gehört. ICH esse Rohvegan und dann habe ich noch Schichtdienst. Ich ziehe Weizen u. Gerste u. Sprossen. Ich habe mir einen Entsafter gekauft, freu mich wenn ich Brennessel Saft usw. trinken kann. Im Sommer!
    Haben sie vieleicht ne Idee, wie ich in meiner knappen Zeit mehr Zeit haben kann?
    VG Hella

    • Hallo Hella,
      wow, das hört sich ja super gesund an, wie du dich ernährst. Toll, dass du das trotz Schichtdienst und anderer Ernährungsweise deines Mannes schaffst. Mehr Zeit haben kannst du letztendlich nur, wenn du so wenig aufwändige Zubereitungen wie möglich machst, sowohl für dich, als auch für deinen Mann und du selber evtl. viel „mono“ isst, aber du muss dich auch wohl damit fühlen. Was sind deine „Zeiträuber“? Vielleicht kannst du ja für deinen Mann vorkochen? Oder ihr bereitet gemeinsam das Essen zu?
      Oft stresst aber auch, dass der Partner/die Familie anders isst, wie man selber, von dem man denkt, dass es das Beste/das Gesündeste ist…

      Ja, doch, ich mische im Smoothie auch „Grün“ (also Blätter/Wildkräuter) mit Obst, ich rate nur von einer Kombinationen von Obst und Gemüsen im Smoothie ab. Alles Liebe Ellen

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